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Landrat benutzt Kinder als Waffe für politische Unterdrückung unseres Chefredakteurs

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Landrat Heiner Scheffold

Als getrennt lebender Vater redet unser Chefredakteur mit seinen Kindern über das FDP-Thema “Wechselmodell”. Das Jugendamt hält das für eine Kindeswohlgefährdung und empfiehlt bewachte Kontakte. Der Landrat erkennt kein Fehlverhalten seiner Behörde.

Ich bin der Chefredakteur von Freifam. Sandro Groganz ist mein Name. Ich wohne in der Nähe von Ulm. Seit 2016 lebe ich getrennt von meiner Ex-Frau, die auch die Mutter meiner vier Kinder ist.

Im Jahr 2017 hörte ich das erste Mal von einem BGH-Beschluss zum Wechselmodell, worin es darum geht, dass Kinder 50/50 bei beiden getrennt lebenden Eltern leben. Ich erfuhr auch, dass sich die FDP für das Wechselmodell einsetzt und sich der Europarat schon 2015 dafür ausgesprochen hat.

Mit meinen Kindern habe ich darüber gesprochen. Sie fanden es gut und wollten bei beiden Eltern “halbe, halbe” (wie sie sagten) leben.

Das Jugendamt erfuhr davon und schrieb im April 2018 dem Familiengericht, ich würde meine Kinder gefährden, weil ich mit ihnen über das Wechselmodell rede. Das würde die Kinder psychisch belasten und in einen Loyalitätskonflikt treiben.

Seitdem werde ich politisch verfolgt vom Jugendamt und Gerichten. Über die politischen Richter am AG Ulm und OLG Stuttgart habe ich schon geschrieben. In diesem Artikel konzentriere ich mich auf das Jugendamt und den Landrat.

Der Landrat und seine Behörde missbrauchen ihr Amt, um meine politische Meinung zum Wechselmodell innerhalb meiner Trennungsfamilie zu unterdrücken. Das machen Sie, indem Sie seit 2018 und bis heute dem Gericht einen “begleiteten Umgang” empfehlen. Ich darf aktuell drei meiner Kinder nur drei Stunden pro Monat unter Bewachung von zwei Frauen sehen. Damit soll verhindert werden, dass ich mit ihnen über das Wechselmodell rede.

Eigentlich schützt das Grundgesetz den Meinungspluralismus auch in Trennungsfamilien. Vater und Mutter dürfen unterschiedliche politische Meinungen haben, auch wenn sie getrennt voneinander leben. Auch ist es in unserer Demokratie zulässig, mit seinen Kindern über politische Themen zu reden, die Teil ihrer Lebenswirklichkeit sind.

Die vom Landrat gebilligte Behauptung des Jugendamts, das Thema “Wechselmodell” sei eine Kindeswohlgefährdung, ist demokratisch absurd. Sie impliziert, dass jeder öffentlich anderer Meinung zur Betreuungsform nach Trennung der Eltern sein darf und Kinder dies auch über die Medien erfahren dürfen. Wenn jedoch getrennt lebende Eltern privat unterschiedlicher Meinung sind und diese mit den Kindern teilen, dann ist die politische Ansicht desjenigen, der für das Wechselmodell ist, eine Kindeswohlgefährdung.

Es ist offensichtlich, was der Landrat mit seiner Behörde bezweckt: Meine Kinder sollen von mir nichts vom Wechselmodell erfahren. Sie sollen von mir als ihrem Vater ferngehalten werden, der sich öffentlich und privat für dieses FDP-Thema einsetzt. Nicht zuletzt ist das Wechselmodell Teil des aktuellen Wahlprogramms der FDP.

Die Taktik des Landrats und seines Jugendamts ist: Sie missbrauchen das Kindeswohl für ihre politischen Zwecke und erklären meine politische Meinung für eine Gefährdung meiner Kinder. Die Mutter hingegen, die eine Gegnerin des Wechselmodells ist, wird vom Jugendamt hofiert und dem Gericht empfohlen, dass die Kinder bei ihr leben sollen.

Ich werde wie ein Schwerverbrecher behandelt, der seinen Kindern so immens geschadet hat, dass er nur noch sehr wenig und nur noch bewachten Kontakt zu seinen Kindern haben darf. Dabei ist mein angebliches Verbrechen: Ich habe mit meinen Kindern lediglich über ein Thema gesprochen, das eine demokratische Partei vertritt, die wohl bald wieder Regierungsverantwortung haben wird.

Der Landrat stellt sich somit in die unrühmliche deutsche Tradition der Unterdrückung Andersdenkender durch das Jugendamt: Vor 1945 hätte man mir die Kinder genommen, hätte ich ihnen gesagt, dass man Juden nicht deportieren darf. In der DDR hätte man sie mir genommen, hätte ich das Recht auf Eigentum verteidigt. Heute werden sie mir genommen, weil ich mit ihnen in einem CDU-geführten Landkreis über das FDP-Thema Wechselmodell spreche.

Die Tradition der Meinungsunterdrückung, der der Landrat nachhängt, dürfte sogar noch weiter reichen. Dies zeigt sich in einem Schreiben, welches sein Jugendamt dem Verwaltungsgericht vor ein paar Tagen am 06.10.2021 schickte. Darin fabulierte es im Stile der spanischen Großinquisition, ich sei von meiner “fixen Idee des Wechselmodells besessen”.

Ich klage hier öffentlich den Landrat Heiner Scheffold im Alb-Donau-Kreis an, dass er meine Kinder als Waffe benutzt, um mit Hilfe des Jugendamts meine politische Meinung zu unterdrücken und sie meinen Kindern vorzuenthalten. Das ist perfide und einer Demokratie unwürdig.

Am 3. November um 20:15 berichtet das SWR-Fernsehen über meinen Fall.

Herr Scheffold ist auch Vorsitzender des Verwaltungsrat der Sparkasse Ulm. Deshalb haben wir zu einem Boykott des Weltspartags am 29.10.2021 aufgerufen. Geht mit euren Kindern an diesem Tag nicht zur Sparkasse Ulm! So könnt ihr ein ein Zeichen setzen für Kinderrechte und gegen den politischen Kinderrechteschänder Heiner Scheffold.

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Bildnachweis: Screencapture von https://www.youtube.com/watch?v=yWL_bAXXRsQ

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1 comment

  1. Mustafa Erguen 27 Oktober, 2021 at 12:55 Reply

    Anzahl der minderjährigen Scheidungskinder in Deutschland in den Jahren von
    2006 bis 2019 (Destatis) beträgt ca. 2 Millionen.
    Ein riesen Thema. Wird jedoch von
    NICHT BETROFFENEN nur mit Achselzucken wahrgenommen.
    In der Gegenwärtigen Regelung ist allein die Mutter Entscheiderin über den Verbleib der
    Kinder mit großer Hilfestellung des Jugendamtes d.h. sie allein kann bestimmen wo die
    Kinder bleiben, obwohl Europarat 2015 sich für das Wechselmodell (Doppelresidenzmodell-
    verbleib der Kinder 50/50 bei der Mutter und Vater) ausgesprochen hat, wird diese Regelung
    in der Bundesrepublik nicht umgesetzt.
    Wer nicht betroffen ist kann dass große Unrecht gar nicht verstehen.

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