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Demokratischer Rechtsstaat gilt nicht für strittige Trennungsfamilien

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Für Trennungsfamilien wurde der demokratische Rechtsstaat durch den Bundesgerichtshof außer Kraft gesetzt. Sein Wechselmodell-Beschluss von 2017 ist von einer demokratiefeindlichen Ablehnung von Streit zwischen den Eltern geleitet.

Strittige Trennungsfamilien sind jene, bei denen sich die Eltern nach einer Trennung nicht darauf einigen können, wie oft und wann die Kinder von welchem Elternteil betreut werden. In solchen Fällen wenden sich die Eltern oft an die Familiengerichte. Hierbei stützen sich die Gerichte auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) von 2017, die besagt, dass das Wechselmodell, bei dem beide Eltern die Kinder zu gleichen Teilen betreuen, in der Regel nicht möglich ist, wenn die Eltern nicht kooperieren oder kommunizieren können.

Das bedeutet im Klartext: Ein Elternteil, der das Wechselmodell nicht wünscht, kann durch Streitigkeiten dieses Modell verhindern. Das Kind oder die Kinder werden dann hauptsächlich diesem Elternteil zugesprochen. Dieser Automatismus, der aus der BGH-Entscheidung resultiert, steht im Widerspruch zu demokratischen Werten, bei denen Streit als ein zentrales Element der Meinungsbildung und -äußerung gilt.

In einer Demokratie wird Streit als ein wesentliches Element angesehen. Er ermöglicht den Austausch unterschiedlicher Meinungen und trägt zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei. Doch in strittigen Trennungsfamilien wird dieser demokratische Grundsatz außer Kraft gesetzt. Die herrschende Meinung, vertreten durch den BGH und viele Familiengerichte, ist, dass in Familien nicht gestritten werden sollte. Dies steht im Widerspruch zu demokratischen Werten und Prinzipien.

Die aktuelle Rechtslage und die herrschende Politik in Deutschland spiegeln autoritäre Erziehungsvorstellungen wider. Diese Vorstellungen reichen weit zurück in die Geschichte und sind tief in der deutschen Kultur verwurzelt. Der BGH hat eine totalitären Staatspädagogik gegen strittige Trennungsfamilien zum Maßstab für Familienrichter gemacht. Dadurch hat er Deutschland zu einer subsystemischen Tyrannei gegen Kinder und Eltern gemacht, die das Wechselmodell wollen, im Gegensatz zum anderen Elternteil. Es herrscht seit 2017 eine psychische Kindeswohl-Diktatur, die den Pluralismus aus der Familie verbannt.

Der demokratische Rechtsstaat gilt nicht für strittige Trennungsfamilien. Die aktuelle Rechtslage und die herrschende Meinung in Deutschland stehen im Widerspruch zu demokratischen Werten und Prinzipien. Streit in Trennungsfamilien wird anders bewertet als Streit in der Gesellschaft. Es wird Zeit, dass der Staat auch in strittigen Trennungsfamilien die demokratischen Werte und eine entsprechende Erziehungskultur schützt, anstatt sie zu verraten.

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Autor

  • Sandro Groganz

    Ich habe Freifam gestartet, um mit meiner eigenen Situation als geschiedener Vater besser umgehen zu können. Was ich mir von der Seele schrieb, berührte andere Menschen mit ähnlichen Schicksalen. Da erkannte ich, dass Freifam das Potential zu einer neuartigen Bewegung für Familien hat. In diesem Sinne sehe ich mich als Familien-Aktivist.

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