Die schutzlose Vater-Kind-Beziehung nach Scheidung

Meine tiefe emotionale Erschütterung kam mit der Erkenntnis, dass der deutsche Staat die Beziehung zwischen unseren vier Kinder und mir, ihrem Vater, nach der Trennung von deren Mutter nicht schützen wird.

Ich bin vor Gericht gegangen, um das Wechselmodell zu erstreiten. Naiv und voller Zuversicht, dass es nun nicht mehr um gesellschaftliche Vorurteile, sondern um Gesetze gehen würde, saß ich zum ersten Mal im Gerichtssaal mit einem Familienrichter.

Leider musste ich mir ein halbes Jahr später eingestehen, dass sich im Gerichtssaal fortsetzte, was ich privat erlebte: Das primitive Vorurteil, Väter seien nicht so wichtig wie Mütter, war stärker als jede Intelligenz, jede Vernunft, jedes Argument, jede Toleranz und jedes Gesetz.

Nochmals ein halbes Jahr später, sitze ich heute vor meinem Notebook und schreibe diese Zeilen. Ich merke, dass mein Herz bei diesen Gedanken zusammen zuckt, dass sich mein Hals verengt, mein Nacken starr wird und in meinem Bauch ein dunkles Gefühl aufsteigt. Das ist die Angst vor einem Staat, der unseren Kindern und ihrem Vater das Recht nimmt, mit dem Vater wie mit der Mutter zusammen zu leben.

Per Gesetz müssten wir geschützt werden, aber die Vorurteile sind stärker. In einem Staat, der Kindern den Vater vorenthält, und dies als gut für die Kinder ansieht, ist alles möglich. Dieser Staat ist irrational, ungerecht und willkürlich, wenn es um die Rechte von Familienmitgliedern geht.

Kinder und Väter sind nach dem Auseinanderbrechen der Elternbeziehung hilflos, wenn die Mutter der Kinder deren Liebe zueinander nicht respektiert. Der deutsche Staat ist im Scheidungs-Fall kein Wächter über die Familie, sondern ein Verächter des Vaters.

Das Scheidungsrisiko, den Papa zu verlieren, ist sehr hoch in Deutschland. Davor werden Kinder nicht geschützt – man schützt lieber die Mutter im Irrglaube, man schütze damit die Kinder.

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