Dient der Feminismus auch der Unterdrückung?

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Der Feminismus war einst eine Befreiungsbewegung der Frauen. Er rutscht jetzt gefährlich Richtung Despotismus.

Als Mann war ich immer für den Feminismus. Ich hörte Frauen sagen, dass jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger sei und nahm dies als Anlass, das Patriarchat zu hinterfragen. Ich steckte in meinen männlichen Rollenmustern fest, erkannte manche, änderte manche, konnte andere nicht erkennen, machte Fehler. Nie jedoch würde ich die Berechtigung des Feminismus in Frage stellen, um meine eigenen Fehler nicht sehen zu müssen.

Der Feminismus hat nach wie vor seine Berechtigung, er hat jedoch einen schweren Fehler gemacht: Die Mobilisierung der Frauen wurde im Bereich der Familie nicht für mehr Freiheit genutzt, sondern um die emotionale Machtstellung der Mütter auch in einer wirtschaftlich-politischen zu verfestigen.

Väter stehen heute im Falle der Scheidung (aber z.T. auch schon in der Ehe) mit dem Rücken zur Wand. Dies sind in wachsendem Maße Väter, die wie ich den Feminismus unterstützen und ein engagierter Vater sein wollen, eben weil sie die Kritik am Patriarchat ernst genommen haben und daraus lernten.

Der Feminismus läuft Gefahr, dass seine besten männlichen Schüler zu seinen Feinden werden. Das wäre sehr bedauerlich, denn dann würde sich der Weg zu echter Gleichberechtigung der Geschlechter in Familien unnötig verlängern.

Frauen, die gegen das Wechselmodell sind, sind keine Feministinnen, denn es geht ihnen nicht um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Vielmehr geht es ihnen darum, in Familien die Macht zu behalten und aus den Nachteilen der Väter eigene Vorteile zu ziehen. So können nur alle verlieren und der Feminismus wird unglaubwürdig.

Schließlich gibt es Töchter von entrechteten Vätern, die die Schattenseiten eines machthungrigen Feminismus erlebt haben und sich nicht mehr Feministinnen nennen wollen. Vielleicht ist das auch gut so und es wird zukünftig mehr Familien- als Gender-Aktivisten geben.

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2 comments

  1. Jan Deichmohle 15 April, 2018 at 21:14 Antworten

    Wie verblendet müssen Zeitgenossen sein, um so etwas von sich zu geben?:

    “Väter stehen heute im Falle der Scheidung (aber z.T. auch schon in der Ehe) mit dem Rücken zur Wand. Dies sind in wachsendem Maße Väter, die wie ich den Feminismus unterstützen …
    Der Feminismus läuft Gefahr, dass seine besten männlichen Schüler zu seinen Feinden werden.”

    Feminismus aller Wellen war zu jeder Zeit von radikaler Hysterie und Haß getrieben. Schon der Ansatz war nicht nur falsch, sondern das genaue Gegenteil der Wahrheit: Bereits biologisch ist das weibliche Geschlecht dominant. Dazu gehört auch schiefe Wahrnehmung, die es uns als ‘hilfsbedürftige Opfer’ wahrnehmen läßt, obwohl Frauen tatsächlich zu allen Zeiten bevorzugt wurden und werden. Der biologische Mechanismus soll Kinder – unsere Zukunft – und Mütter oder mögliche Mütter schützen und bevorzugen.
    Feminismus ist ein Amoklauf der schiefen Sicht des bevorzugten Geschlechts als angeblich ‘benachteiligt’, was ein Hereinfallen auf angeboren schiefe Wahrnehmung war.

    Wer den Feminismus unterstützte, hat eine große Katastrophe mitbetrieben, die das gesamte Abendland in den Zusammenbruch treibt. Ohne seine Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen. Kein Mitleid! Wer den Feminismus unterstützt hat, ist schuldig, mitschuldig, und möge jetzt nicht jammern, wenn es ihn auch erwischt hat. Er hat vielen anderen Männern, Kindern, aber auch normalen Frauen geschadet und ist erst teilweise aufgewacht, als es bereits zu spät und der Schaden angerichtet war. Doch auch jetzt begreift er immer noch nicht seinen grundlegenden Irrtum. Nochmals: er ist selbst schuld!

    In diesen Sachbüchern werden die Fakten dargelegt: http://www.quellwerk.com

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