Katja Dörner von B90/Die Grünen diskriminiert Kinder von Trennungsfamilien

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Folgendes Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, die Kandidaten von B90/Die Grünen für das Bürgermeisteramt der Stadt Bonn, Katja Dörner, hätte beim Bürgergespräch am 09.08.2020 in Bonn folgendes sinngemäß gesagt:

„Arbeitsgerichte sollten bei jeder Frau, die sich mit ihrem Arbeitgeber nicht auf denselben Lohn wie für Männer einigen kann, aus der Perspektive des Kapitalismus individuell über den zu zahlenden Lohn entscheiden.“

Feministinnen und Feministen wären entsetzt gewesen. Sie hätten gerufen: Wer definiert denn, welcher Lohn im Sinne des Kapitalismus gut ist? Das ist doch völlig willkürlich und letztlich eine politische und nicht rechtliche Entscheidung! Frauen sind per Grundgesetz gleichberechtigt, also sollten sie auch den selben Lohn beziehen!

Zurecht wäre man entsetzt gewesen über diese diskriminierende Forderung der Grünen-Politikerin Katja Dörner.

Stattdessen hat Frau Dörner neben Robert Habeck am 09.08.2020 etwas anderes gesagt, womit sie auf dieselbe Art und Weise Kinder diskriminiert (ab Minute 36:20 im Video).

„Aber in der konkreten Situation, wo Eltern sich nicht darauf einigen können [Anm.: wie sie ihre Kinder nach der Trennung betreuen wollen], dann finde ich, muss die Perspektive des Kindes im Mittelpunkt stehen und da kann es kein Standardmodell im deutschen Recht geben.“

Die „Perspektive des Kindes“ kann von Erwachsenen interpretiert werden, wie sie wollen. Ein Kind könnte am Familiengericht sagen, es will beim Vater leben, der Richter kann jedoch beschließen, dass er es aus der „Perspektive des Kindes“ für besser hält, wenn das Kind bei der Mutter lebt. Damit ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.

Anstatt sich an Grund-, Menschen- und Kinderrechten zu orientieren, die alle die Erziehung von Kindern in Gleichberechtigung durch gleichberechtigte Eltern garantieren, auch nach deren Trennung (sogenanntes Wechselmodell), stellt Katja Dörner ein von Erwachsenen beliebig interpretierbare, ominöse „Perspektive des Kindes“ über dessen Rechte.

Das von Katja Dörner abgelehnte „Standardmodell“, nämlich das Wechselmodell, hat der Europarat schon 2015 seinen Mitgliedsstaaten empfohlen. Die Bürgermeisterkandidatin von B90/Die Grünen will dieses Kinderrecht lieber durch willkürlich interpretierbare Floskeln ersetzt wissen.

Mit ihrer gegen Grund-, Menschen- und Kinderrechte gerichteten Einstellung steht Katja Dörner in der jahrzehntelangen Tradition der Grünen Partei, Kinder für die körperliche oder seelische Befriedigung der Bedürfnisse Erwachsener auszubeuten.

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