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Kreisjugendamt Rosenheim hielt getrennt lebende Mutter für Gefahr, weil Söhne mit ihr sein wollen

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Zwei Jungen aus Bruckmühl wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren vom Gericht willkürlich die Mutter genommen. Die absurde Begründung: die Mutter habe die Jungs manipuliert, damit sie dem Gericht sagen, sie wollen Zeit mit der Mutter verbringen.

Zwei Jungs in Bruckmühl, Bayern, konnten bis vor einem Jahr für zwei Jahre ihre Mutter nicht sehen, weil das Gericht den Kontakt der Mutter zu ihren Söhnen zunächst bewachen ließ, die Bewacher aber nicht zur Verfügung standen. Schlussendlich verbat das Gericht den Kontakt sogar ganz. Dieser Umgangsausschluss wurde sogar ohne mündliche Verhandlung beschlossen, zu einem Zeitpunkt, als die zur Mutter geflüchtet waren. Danach sollte wieder ein begleiteter Umgang statt finden, der nie zustande kam, weil das Kreisjugendamt Rosenheim keinen Träger zur Verfügung stellen konnte.

Das Amtsgericht Rosenheim begründete sein Vorgehen damit, dass die Mutter eine Gefahr für ihre Söhne sei, weil die Kinder dem Gericht mitteilten, dass sie Zeit mit der Mutter verbringen wollen und/oder bei ihre leben wollen. Das Gericht betrachtete das nicht als den freien Willen der Söhne, sondern als eine ihnen von der Mutter durch Manipulation aufgezwungene Aussage. Dass es das normalste auf der Welt ist, dass Kinder ihre Mutter sehen wollen, konnte das Kreisjugendamt Rosenheim sich nicht vorstellen.

Die Jungs waren sechs und acht Jahre alt, als das Gericht das absurde Martyrium entschied und begann. Von Mai 2019 bis Mai 2021 sahen die Jungs ihre Mutter nicht, bis sie das Heft selbst in die Hand nahmen. Die Mutter war zwischenzeitlich in den Wohnort der Jungs umgezogen und sie gingen nach der Schule heimlich zur Mutter, um sich mit ihr zu treffen, während der Vater bei der Arbeit war.

Auf wen stütze sich das Amtsgericht Rosenheim bei seinen Entscheidungen? Auf die Empfehlungen des Kreisjugendamt Rosenheim.

Die betroffene Mutter hat sich deshalb an die neue Leiterin des Kreisjugendamtes Rosenheim, Frau Sabine Stelzmann mit einem Schreiben vom 09.12.2021 gewandt. Der Vorgänger Johannes Fischer ist in den Ruhestand entlassen worden.  Im Schreiben der Mutter wurden die jahrelangen Fehler und heimlichen Absprachen der damaligen Jugendamtsmitarbeiterin Jeanette Rabe, aber auch ihrer Kollegin Frau Ursula Blanke mit der Richterin Kristina Herrmann und der Anwältin der Gegenseite aufgedeckt. Jeanette Rabe ist zwischenzeitlich nicht mehr im Kreisjugendamt Rosenheim beschädigt. Die Fallsachbearbeitung in der Rolle als Mitwirkender im Fall Jessica Z. hat Frau Ursula Blanke übernommen. Der oberste Dienstvorgesetzte der Mitarbeiter des Kreisjugendamtes Rosenheim, Herr Landrat Otto Lederer erhielt diese Beschwerde ebenso in Abdruck, doch von ihm erfolgte keine Reaktion.

Das Schreiben der Mutter vom 09.12.2021 findet ihr hier als Download: https://freifam.de/downloads/download-info/schreiben-von-jessica-z-an-kreisjugendamt-rosenheim-vom-09-12-2021/

Das Kreisjugendamt teilte durch Frau Sabine Stelzmann einem Schreiben an die Mutter mit, dass im Fall Jessica Z. alles richtig gelaufen sei, und auch die Vorgesetzte der Frau Rabe, Frau Ursula Blanke habe keine Fehler gemacht.

Sabine Stelzmann schreibt:

Die von Ihnen vorgetragenen mutmaßlichen Verfehlungen seitens Frau Blanke in den Jahren 2019 und 2020 entbehren einer Rechtsgrundlage. Sie sind im Rahmen der Sicherstellung des Kindeswohls fachlicher Standart und nicht zu beanstanden. […] Ich habe die Angelegenheit und die Verantwortung von Frau Blanke umfassend überprüft. Eine pflichtwidriges  Verhalten in Ihrer Angelegenheit kann nicht festgestellt werden.

Die Antwort der Leiterin des Kreisjugendamtes Rosenheim Sabine Stelzmann vom 24.01.2022 ist hier als Download verfügbar: https://freifam.de/downloads/download-info/kreisjugendamt-rosenheim-ursula-blanke-24-01-2022/

Der Dienstherr des Jugendamts, Landrat Otto Lederer (CSU) hätte hier schon längst tätig werden müssen und das Versagen aufarbeiten. Er versucht jedoch die Fehler seines Amtes und seiner Mitarbeiter offenbar vor dem Jugendhilfeausschuss geheim zu halten, indem er alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses anschreibt und mitteilt: Wenn sich die betroffene Mutter bei einem Kreisrat und Mitglied des Jugendhilfeausschusses meldet, sollen Sie ihn umgehend informieren. Hierzu werden wir in unserem nächsten Beitrag berichten.

 

Bildnachweis: Rufus46 auf Wikimedia

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4 comments

  1. Rob. 20 Februar, 2022 at 18:02 Reply

    Das Jugendamt Rosenheim ist einfach nur krank und grausam .
    Die sind bekannt dafür , für ihre dreckigen Machenschaften.
    Auser eine Eltern Kind Entfremdung zu praktizieren mehr können die nicht 🤢🤮

  2. Steve 24 Februar, 2022 at 02:54 Reply

    Da fällt mir nur das ein:

    Schon seit Jahren steht die GWG in der Kritik.

    Mehrmals haben sich der Bayerische Landtag und das Justizministerium mit Beschwerden über die GWG auseinandersetzen müssen. Zumeist handelte es sich um strittige familiengerichtliche Verfahren, bei denen es vor allem um das Sorgerecht der Kinder ging. In dem Schreiben der Justizministerin heißt es, die Beschwerdeführer warfen den Gutachtern der GWG einseitiges, unwissenschaftliches oder zu kostenintensives Vorgehen vor.

    Erstellt von Dipl. Tussen… die 0 Ahnung haben
    Und selber keine Kinder vorzuweisen haben
    Da erstellt eine einzelne Person ein “Schreiben”
    Mit ganz vielen Seiten wo nur Bullshit drin steht…

  3. Lottes 16 Mai, 2022 at 15:04 Reply

    Da stelle ich mir die Frage, wo jetzt die gute Frau Rabe untergekommen ist?
    Ich hoffe doch nicht in einem anderen Landratsamt.

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