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Fall Jessica Z.: Gutachten des Lutz Wallisch von der GWG für den Papierkorb

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Wie berichtet ergab eine am 18.08.2020 ausgestrahlte Recherche von RTL Punkt 12 im Fall Jessica Z., dass das für den Sorgerechtsentzug in diesem Fall maßgebliche Gutachten „gut für den Papierkorb“ und falsch sei.

Freifam liegt dieses 181 Seiten umfassende Gutachten vom 25.06.2018 nun in Gänze vor. Verfasst wurde es von Herrn Lutz Wallisch. Laut Deckblatt des Gutachtens und dem Psychologenportal ist er Diplom Psychologe, Pädagoge und Sozialpädagoge. Dem Gutachten wie auch der Sachverständigen-Datenbank von Vaterlos.eu lässt sich entnehmen, dass Herr Wallisch für die GWG arbeitet.

Die GWG ist eine Partnerschaft zur gemeinschaftlichen Tätigkeit als Sachverständige und Mediatoren. Die Profilerin Suzanne Grieger spricht im Zusammenhang mit der GWG von einer Gutachten-Mafia – nachdem sie hierzu zwei Jahre mit ihrem Team recherchierte. Herr Wallisch ist sogar Organisatorischer Leiter der GWG Nürnberg-Fürth, wie im Gutachten vermerkt ist.

Die Recherchen von RTL Punkt 12 stellen also nicht nur die fachliche Kompetenz und Wahrheitstreue des sogenannten Sachverständigen Lutz Wallisch in Frage, sondern stützen auch die Erkenntnisse von Suzanne Grieger.

Weiterhin liegt Freifam der Beschluss vom 28.08.2018 in Gänze vor, in welchem Jessica Z. vor zwei Jahren das Sorgerecht für ihre beiden Söhne entzogen wurde. Dieser Beschluss der Richterin Sabine Thiermann am Amtsgericht Schwabach stützt sich in seiner Entscheidung im Wesentlichen auf das mutmaßliche Falschgutachten des Herrn Lutz Wallisch. Es stellt sich daher die Frage, ob dieser Beschluss nach den Recherchen von RTL Punkt 12 überhaupt noch haltbar ist.

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