Die gute Mutter bricht Menschenrechte

Eine Mutter, die ihren Kindern den paritätischen Umgang mit dem Vater verwehrt, ist eine schlechte Mutter. Warum? Weil sie den Kindern ihr Menschenrecht auf beide Eltern vorenthält. Sie tut dies aus der traditionellen Vorstellung einer guten Mutter heraus, die sich aufopferungsvoll alleine dem Kind widmet.

Was macht eine traditionelle Mutter in Deutschland? Sie bricht die Menschenrechte ihrer Kinder, um die gesellschaftliche Vorstellung einer guten Mutter zu erfüllen. Sie ist eine mächtige, aber nicht eine liebende Mutter. Die mächtige Mutter erlaubt den Kindern den Umgang mit dem Vater nur unter der Bedingung, dass der Vater ihr noch nützt (durch Unterhaltszahlungen als Ausbeutung) und sie ihn kontrollieren kann (durch Umgangsboykott als Strafe).

Es gibt viele moderne Mütter, die sich an den Menschenrechten ausrichten und nach der Trennung auf Basis des Wechselmodells mit dem Vater den Umgang aushandeln. Solche Mütter erlauben den Kindern den freien Umgang mit dem Vater, und zwar unabhängig davon, ob er der Mutter nützt.

Wer als Vater, wie ich es tat, naiv vor ein Familiengericht ging, weil er glaubte, dort das Menschenrecht seiner Kinder auf beide Eltern einklagen zu können, der irrt.

Die meisten Familiengerichte richten sich nicht nach dem Recht, sondern der gesellschaftlichen Erwartungshaltung und helfen Müttern mit ihren (Vor-)Urteilen, diese zu erfüllen. Gleichzeitig gilt es vor Familiengerichten als Tabu, die Kindesmutter als schlechte Mutter darzustellen, denn sonst würde das Unrecht der Mutter, unter dem der Kindesvater und die Kinder leiden, Gegenstand der Verhandlung.

Der Streit um das Wechselmodell ist der Kampf um Menschenrechte für die ganze Familie und der Kampf gegen die menschenrechtswidrige Rechtsprechung der Familiengerichte.

2 Gedanken zu „Die gute Mutter bricht Menschenrechte

  1. Kommt doch endlich mal von dem Wechselmodell als dem Heilsbringer weg, das ist es nicht! Das Wechselmodell kann bestenfalls das präferierte Modell unter mehreren Lösungen sein. Wie soll das denn funktionieren, wenn die Eltern mehr als 50 km entfernt wohnen? Und das dürfte sehr oft der Fall sein. Sollen dann die Kinder alle zwei Wochen die Schule wechseln?

    Ohne dass sich im allgemeinen Verfahrensablauf etwas ändert und dort jeder nahezu lügen und Tatsachen verdrehen kann, wie er will, wird sich nichts ändern. Nur wenn dies erreicht wurde, dann macht es Sinn, sich um Modelle für die gemeinsame Betreuung der Kinder Gedanken zu machen. In der momentanen Situation wäre eine gesetzliche Verankerung das Papier nicht wert, auf dem es stehen würde. Aber diese Forderung lässt sich politisch sehr leicht umsetzen, wohl wissend bei den dafür Verantwortlichen, dass dies an der derzeitigen Situation rein gar nichts ändert. Kämpft zuerst für eine grundlegende Änderung des Verfahrensablaufes, kämpft dafür, dass alle Beteiligten erstens ihre Behauptungen auch zweifelsfrei beweisen müssen und zweitens sie für vorsätzlich falsche Anschuldigungen und Behauptungen auch zur Rechenschaft gezogen werden können. Ohne diese Änderungen können da die allseits bekannten Figuren weiter wüten, wie gehabt. Das soll und muss die Haupt-Marschrichtung sein! Und es hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass Ihr damit auch die Eltern erreicht, denen mit oftmals genau so fadenscheinigen Gründen die Kinder weg genommen wurden, was sich mit Sicherheit durchaus positiv auf die Größe der Protestbewegung auswirken würde. Ich finde es einfach nur beschämend, was hier für ein Potential ungenutzt bleibt.

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  2. […] Fatalerweise hält diese Dynamik die verherrlichende Nazi-Ideologie Schütze Mutter und Kind, das kostbarste Gut deines Volkes! weiter aufrecht. Es wurde nach dem Krieg nicht in Frage gestellt, weil die Frauen in der vaterlosen Gesellschaft für den Wiederaufbau und das Überleben der Kinder unentbehrlich waren. Der Feminismus hat wiederum die Auseinandersetzung mit des Führers Mutterbild verhindert, indem er das Augenmerk auf die Unterd…. […]

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