Schützt Polizei Munderkingen Gewalttäterin gegen Kinder durch einseitige Ermittlungen?

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Die Polizei erfuhr im Juni und Juli 2019 zum Teil direkt von einem der betroffenen Kindern von körperlichem Zwang und psychischer Gewalt gegen vier Kinder durch eine Mutter in Munderkingen bei Ulm.

Was tat die Polizei in Munderkingen, um diese häusliche Gewalt verübt durch eine Frau an Kindern zu ermitteln? Sie fragte die Nachbarn, ob ihnen etwas aufgefallen sei. Solcherart Ermittlungen sind zumindest fragwürdig, machen eventuell keinen Sinn, da es ein Merkmal häuslicher Gewalt ist, dass sie in privaten Räumen stattfindet, eben damit es keine Zeugen gibt. Erst recht trifft dies zu, wenn die Opfer Kinder sind, denn Kinder sind zugleich abhängig von einer Mutter, die ihnen dieses Leid zufügt, weshalb sich die Kinder nicht an Nachbarn wenden.

Wenig überraschend sagten die Nachbarn der Polizei, ihnen sei nichts aufgefallen. Im Gegenteil, die Nachbarn lobten die gewalttätige Mutter sogar als sehr fürsorglich. Auch das ist ein Merkmal häuslicher Gewalt gegen Kinder: Die Gewalttäterin täuscht ihr Umfeld, indem sie nach außen die Fassade einer liebevollen Mutter erschafft. Die Polizei Munderkingen hielt danach für die Staatsanwaltschaft in Ulm fest, dass sich aus der Befragung der Nachbarn kein Hinweis auf Gewalt gegen die Kinder im Umfeld der Mutter ergeben habe.

Gleichzeitig weiß die Polizei Munderkingen seit Februar 2020 von einer heimlichen Audioaufnahme, die eines der Kinder im Haushalt der gewalttätigen Mutter gemacht hat. Diesen Audiomitschnitt hat die Polizei seitdem jedoch nicht beim Kind angefragt. Dies, obwohl der Polizei seit Februar auch die Einschätzung eines promovierten Psychotherapeuten zu der heimlichen Aufnahme vorliegt, die die psychische Gewalt des Umfelds der Mutter gegen ihre Kinder diagnostiziert. Der Psychotherapeut sprach auch mit dem Kind, das die Aufnahme machte und wäre daher ein wertvoller Zeuge – doch die Polizei Munderkingen kontaktierte ihn bis heute nicht.

Angesichts der mindestens fragwürdigen Nachbarschaftsbefragung, die lediglich den Anschein einer unschuldigen Täterin erweckt, und der unterlassenen Sicherung der Audiodatei als Beweis, drängt sich der Verdacht auf, dass die Polizei Munderkingen einseitig ermittelt und eventuell die Täterin anstelle der Kinder schützt.

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