Wie der Geschlechterkampf die Einheit überdeckt

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Die Frau ist friedlich, der Mann gewalttätig. Ein einfaches Schema. Die Wahrheit ist, beide können friedlich und gewalttätig sein. Welchen Zweck hat es, das einseitige Bild von der guten Frau und dem bösen Mann aufrecht zu erhalten?

Die einseitige Sichtweise verhindert, dass Mann und Frau ihre eigene schlechte Seite erkennen. Stattdessen wird das Böse oder die Schuld auf den Anderen gespiegelt. Unsere Gesellschaft gibt vor, welche Werte auf welches Geschlecht projiziert werden sollen. So bleibt der Kampf auf ewig bestehen.

Leider verhindert dies, dass die Einheit gesehen wird – das, was beide Geschlechter verbindet: Sie sind beide Menschen. Als solche sind beide verletzlich und verletzend, kränkend und kränkbar.

Wer kämpft, der hält die Illusion der Unterschiedlichkeit aufrecht und profitiert davon. Wer nicht mehr nur seine Verletzungen, sondern auch seine eigene Schuld sieht, der erkennt die Einheit und hört auf egoistisch zu kämpfen.

Mit „egoistisch kämpfen“ meine ich: Männer und Frauen werden aufhören, aufgrund von Hass gegeneinander zu kämpfen. Zukünftig werden sie aus Liebe heraus friedliche Lösungen suchen, weil sie in der Angst voreinander das Verbindende erkennen.

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