Sind Jugendämter ausländerfeindliche Nazis?

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In der Facebook-Gruppe von CEED wird immer wieder argumentiert, die deutschen Jugendämter seien ausländerfeindlich, wendeten Nazi-Methoden an und seien ein politisches Erpressungsorgan.

Ich stimme dem insofern zu, dass ich deutsche Jugendämter mehrheitlich ebenfalls als politisches Erpressungsorgan sehe. Sie sind immer noch Behörden, die sich willkürlich tyrannischer Methoden bedienen, um Eltern mit ihren Kindern zu erpressen – Methoden, derer man sich in Deutschland eben v.a. aus der Nazi- und Stasi-Zeit bewusst ist.

Allerdings geht die Jugendhilfe in anderen Ländern (z.B. Norwegen, USA) ähnlich vor, mit denselben tyrannischen Methoden, die sich jedoch in der Vergangenheit anders als in Deutschland ihren Weg bahnten bzw. manifestierten (z.B. Rassismus in den USA).

Im Grunde läuft jede Kinderschutz-Behörde in jedem Land Gefahr, für Social Engineering missbraucht zu werden und Kinder als Erpressungsmittel gegen die Eltern zu benutzen. Je weniger diese Behörden kontrolliert werden, umso willkürlicher und tyrannischer können sie agieren.

Es ist sozusagen ein „normales“ psycho-soziales Phänomen, dass Menschen, die denken, sie tun etwas Gutes, ideologisch anfällig sind, politisch missbraucht werden können, extrem agieren, auch gegen Menschenrechte – sobald sie nicht ausreichend kontrolliert werden. Alle Kriege werden wegen einer guten Sache geführt, meist indem sie als heilig bezeichnet werden. Die Heiligsprechung des andauernden Kriegs der meisten deutschen Jugendämter gegen die Freiheit von Familien und deren Grundrechte erfolgt mit dem Wort „Kindeswohl“.

Insbesondere Sozialpädagogen, die die Belegschaft von Jugendämtern dominieren, sehen sich überwiegend einem gesellschaftlichen Erziehungsauftrag verpflichtet, meist aus persönlichen schlechten Erfahrungen in der eigenen Kindheit heraus. Kombiniert mit der Unfähigkeit, das eigene Leid zu reflektieren und zu transformieren, geben sie als Jugendamts-Mitarbeiter ihre Traumata an die Kinder weiter, für deren Kindeswohl sie angeblich sorgen.

Das transgenerationale Leid hat seine Wurzeln in der überkommenen Gehorsams-Erziehung der deutschen Vergangenheit und spiegelt sich heutzutage als Wiederholungszwang in der Erwartungshaltung von Jugendämtern gegenüber Eltern wieder: Die Eltern sollen einfach machen, was ihnen das Jugendamt „empfiehlt“, sonst werden ihnen die Kinder genommen.

Die deutschen Jugendämter sind nicht speziell ausländerfeindlich, sondern deren Mitarbeiter missbrauchen zum Großteil unbewusst ihre Macht über Kinder, um ihre persönlichen Erziehungsauffassungen, politischen Ansichten bzw. Vorurteile und Traumata durchzusetzen. Das können durchaus rassistische Beweggründe sein, aber auch viele andere, wie z.B. die Idealisierung der Mutter, Männerhass, Abneigung gegen selbstbewusste Bürger, Geldneid, etc.

Je weniger Kontrolle die Behörde erfährt, umso willkürlicher und niederträchtiger handeln ihre Mitarbeiter, umso vielschichtiger wird die Diskriminierung. Die Diskriminierung ist dann so individuell wie die Vorurteile und Traumata der Mitarbeiter.

Der Fisch stinkt auch hier vom Kopf her. Die Jugendamts-Mitarbeiter orientieren sich im Wesentlichen an ihrem Dienstherren (Landrat oder Oberbürgermeister). Dessen familienpolitische Einstellung wird von den Mitarbeitern adaptiert, denn seine Kreisverwaltung bestimmt darüber, wer ein Mitarbeiter wird, verbeamtet wird, befördert oder entlassen wird.

Leider glaubt die Gesellschaft den Jugendämtern allzu gerne und lässt sich vom sogenannten „Kindeswohl“ blenden. Sobald ein Jugendamt sagt, es habe so gehandelt, um das Kindeswohl zu schützen, glaubt die Öffentlichkeit an den guten und gerechten Kampf des Jugendamt gegen die Eltern. Dabei ist das „Kindeswohl“ ein beliebig interpretierbarer Begriff. Trotzdem wird aufgrund dieses inhaltsleeren Zauberwortes nicht mehr kritisch hingeschaut, sondern weggeschaut und das Jugendamt kann schalten und walten wie es will.

Erst wenn Kinder unter den Augen des Jugendamt sterben oder massiv missbraucht wurden, empört sich die Gesellschaft. Die strukturellen Probleme der Jugendämter, ihr unkontrollierter bürokratischer Krieg gegen die Familie, bleiben angesichts der öffentlichen Aufmerksamkeit, die nur bei Extremsituationen den Jugendämtern auf die Finger schaut, im Verborgenen.

Unrecht gedeiht im Verborgenen. Fehlende Behördenkontrolle führt zu Willkür. Willkür unterdrückt die Vielfalt der Bürger und ersetzt sie mit der Vielfalt der Diskriminierung.

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3 comments

  1. Olivier Karrer 14 Januar, 2020 at 08:22 Antworten

    Bitte korrigieren und nicht durcheinander bringen!
    Es wurde in der CEED Gruppe nie behauptet und noch weniger geschrieben, dass „Jugendämter ausländerfeindliche Nazis sind“.
    Das behauptet die Gruppe FREIFAM.DE.
    CEED sagt das, was Deutsche nicht wissen:
    Der Jugendhilfeausschuss, dessen Publikumsoffene Stelle das Jugendamt ist, wurde in seiner heutigen Funktion und Struktur per Nazi Erlass vom 1. Februar 1939 zur politischen Kontrolle der Familie und des Familienrichters organisiert.

    Ein JUGENDAMT, mit den in Deutschland üblichen Befugnissen als
    1. politischer Richter,
    2. Ober- bzw Staatselternteil,
    3. dritte allmächtige Verfahrenspartei
    4. Alleinwächter des volkswirtschaftlichen Kindeswohl
    gibt es NUR in DEUTSCHLAND bzw. in deutschsprachigen Ländern.

    In jedem andern Land dieser Welt gibt es keinen politischen Familienrichter, keinen poltischen Elternteil, keine politische Verfahrenspartei, kein politisches volkswirtschaftliches Kindeswohl, wie es sie unter den Nazis, bzw. der Stasis gegeben hat.

    Das Jugendamt raubt SYSTEMATISCH und „DEUTSCH-LEGAL“ die Kinder oder mindestens 1 Kind der Nicht-Deutschen bzw. der Deutschen mit Auslandsbezug mit dem Ziel ARBEIT, EIGENTUM, VERMÖGEN, STEUER, RENTEN, ERBSCHAFTEN und NACHKOMMENSCHAFT zu BINDEN.
    Das ist seine eigentliche Aufgabe; Schutz der heutigen (Eltern) und der morgigen Arbeitskraft (Kinder).

    Bitte uns nicht als Deutschlands Feinde beschreiben. Wir arbeiten für die Abschaffung der kriminellen Organisation „deutschen Rechts JUGENDAMT. Dies dürfte an zuvorderster Stelle den DEUTSCHEN Eltern zugute kommen, die noch nie in einem freien Land gelebt haben und deshalb nicht verstehen können, was eine freie Familienjustiz ist.

    Olivier Karrer
    Januar 2020

    • Sandro Groganz 15 Januar, 2020 at 11:57 Antworten

      Es tut mir leid, falls mein Artikel missverständlich gewesen sein sollte. Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass sehr vieles von dem, was CEED an den Jugendämtern kritisiert, zutrifft. Im Artikel habe ich versucht, einen weiteren Bogen zu spannen und eine historisch-sozialpsychologische Dimension mit einzubringen. Außerdem will ich zeigen, dass Jugendämter in anderen Ländern sehr ähnlich agieren (z.B. in Norwegen). Insgesamt sehe ich die Aufgabe der Zivilgesellschaft darin, den Missbrauch von Behörden für die Erpressung von Eltern durch ihre Kinder zu politischen Zwecken zu ächten. Deutschland steht an der Spitze des Missbrauchs in den westlichen Staaten, steht aber nicht alleine.

  2. Maria 15 Januar, 2020 at 14:42 Antworten

    Also ich habe das mal so ein wenig verfolgt. Und bin zu dem Schluss gekommen, dass viele Ausländer, gerade die, die erst vor kurzem hier leben, sehr schnell alles und jeden als „Nazi“ betiteln.
    Ich bin selbst als Kind nach Deutschland gekommen. Damals gab es hier noch nicht so viele Migranten wie heutzutage und durch die rechtspopulistische Propaganda der CDU haben wir damals auch nicht solch eine Samthandschuhbehandlung erfahren wie die heutigen Migranten.

    Die meisten Migranten heutzutage sind keine „Kontingentflüchtlinge“ bzw. „Kontingentmigranten“ wie wir es damals waren. Damals wurde Einwanderung viel mehr beschränkt. Es konnten nicht so viele nach Deutschland wie heute. Was allerdings bei vielen Migranten aus wirtschaftlich schwachen Ländern das Problem ist, ist das Bildungsniveau. Und Bildung ist seeehr wichtig, wenn es um integration in einen neuen Kulturkreis geht.
    Die meisten, die also aus wirtschaftlich schwachen Ländern kommen, haben selbst keine oder nur geringe Bildung erfahren. Haben diese dann Kinder, leben sie diesen genau das vor. Die Kinder sind meist sich selbst überlassen.
    Dies ist natürlich auch übertragbar auf Deutsche, aber in diesem Artikel geht es ja um Migranten und Nazi-Jugendämter.

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