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Helmbrechts Bürgermeister Stefan Pöhlmann begeht soziale Kindesmisshandlung

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Der Bürgermeister des bayerischen Helmbrechts versuchte offiziell, eine zehnjährige Grundschülerin durch eine soziale Kindesmisshandlung ihrer Kinderrechte zu berauben, um deren untätige Rektorin zu schützen. Das Kind bat die Schulleiterin um Hilfe, weil es von der Mutter geschlagen wurde.

Herr Stefan Pöhlmann ist Helmbrechts amtierender Bürgermeister von der SPD. Er hat sich auf dem Stadtportal Helmbrechts zu unserer Berichterstattung geäußert, die wir über die Schulleiterin der Otto-Knopf-Grundschule in Helmbrechts, Frau Karin Rüsing veröffentlichten.

Darin wirft Freifam Frau Rüsing vor, dass sie eine Grundschülerin im Stich gelassen hat. Das Kind hatte sich
mehrmals an die Schulleiterin gewandt, weil es von seiner Mutter, die gleichzeitig auch Elternbeirätin an der Schule war, geschlagen wurde. Das Ziel der Mutter ist bis heute, dass das Kind den Vater verleugnet und sagt, es wolle nur bei der Mutter leben. Die Eltern leben getrennt voneinander. Als das Kind zum ersten Mal zur Schulleiterin ging und sie darauf hinwies, dass es von der Mutter geschlagen wird, hat Frau Rüsing pflichtgemäß das Jugendamt informiert, aber die anderen Male nicht.

Herr Stefan Pöhlmann, der Bürgermeister von Helmbrechts, hat sich einen Tag nach unserer Berichterstattung auf Facebook im Stadtportal Helmbrechts gemeldet und sprach am 22.01.2021 von einer Schmutzkampagne unseres investigativen Online-Journals gegen die Rektorin.

Schmutzkampagne gegen Rektorin der Otto-Knopf-Grundschule

Haltlose Vorwürfe gegen die Rektorin der Helmbrechtser…

Gepostet von Stadtportal Helmbrechts am Freitag, 22. Januar 2021

 

Der Bürgermeister sagt darin, er schätze die Rektorin und die Berichterstattung von Freifam grenze an Rufmord.

Diese rein emotionale Reaktion des Bürgermeisters ist zweifelhaft. Woher möchte er denn wissen, ob es eine Schmutzkampagne ist? Der Bürgermeister kann schon keinen Einblick in die Jugendamts- oder Gerichtsakte haben, denn das verwehrt ihm der Datenschutz. Herr Pöhlmann hat als Bürgermeister auch nicht das Recht zur Akteneinsicht. Daher dürfte als Informationsquellen für den Bürgermeister nur die untätige Schulleiterin sowie die schlagende Mutter und einstige Elternbeirätin sein. Aus den Aussagen dieser befangenen Frauen leitet der Bürgermeister eine Diffamierung dieser Personen ab?

Schauen wir uns doch mal an was das Kind tatsächlich in sein Tagebuch geschrieben hat, welches das Kind hilfesuchend der Schulleiterin übergeben hatte. Dass das Kind die Tagebücher erfolglos der Rektorin übergeben hatte, wissen wir auch wieder aus Tagebucheinträgen des Kindes, und zwar diesen:

Das Kind hat die Tagebucheinträge der Schulleiterin in der Hoffnung gegeben, dass es endlich verstanden wird. Doch die Rektorin gab dem Kind die Tagebücher mit dem Hinweis zurück, dass die Eltern das Problem selbst lösen müssten. Damit zerschlug sie die Hoffnung des Kindes, dass ihm Frau Karin Rüsing zuhört und es ernst nimmt.

Leider erleben von der Gewalt ihrer Mutter betroffene Kinder immer wieder, dass sie nicht ernst genommen werden. Aktuell schilderte diese Erfahrung auf Twitter eine inzwischen erwachsene Frau, deren Mutter sogar wegen des Mordes an ihrer Schwester in Haft war und bei der sie nach der Haftentlassung leben musste:

Freifam veröffentlicht hier nun exklusiv die zahlreichen Tagebucheinträge des Kindes, in denen es beschreibt, wie und warum es von seiner Mutter geschlagen wurde. Diese lagen der Schulleiterin Karin Rüsing vor und sie haben ihr Einblick gegeben in die Gewalt, die die Mutter und einstige Elternbeirätin gegen das Kind beging. Sollte der Bürgermeister diese Tagebucheinträge kennen, dann ist es beschämend, dass er sich trotzdem hinter die untätige Rektorin stellt und genau so untätig bleibt. Sollte er sie nicht kennen, dann hat er in blindem Vertrauen in die Schulleiterin und die einstige Elternbeirätin gehandelt und so auch das Kind verraten.

Die zahlreichen Tagebucheinträge seit 2018 sind erschütternde Zeugnisse von über 15 Fällen körperlicher und psychischer Gewalt der Mutter gegen das Kind aus Helmbrechts:

Das von seiner Mutter geschlagene Kind war also so mutig und gab seine Tagebuchaufschriebe seiner Schulleiterin Karin Rüsing und erhoffte sich von ihr Hilfe. Diese nahm das Kind nicht ernst und half ihm nicht. Der Bürgermeister Stefan Pöhlmann nahm  mit seinem Facebook-Statement das Kind genauso wenig ernst und stellte sich blindlings vor die im Kinderschutz versagende Rektorin – obwohl ihm offensichtlich die nötigen Informationen fehlen, um die Lage neutral einschätzen zu können.

Dahingegen wurde das Kind von einem promovierten Psychotherapeuten ernst genommen, worüber Freifam schon berichtete. Diesem aktuelle fachärztliche Befund vom 18.01.2021 lässt sich entnehmen, dass das Kind dem Psychotherapeuten sagte, dass es Lüge, weil es von der Mutter geschlagen wird und nun glaube ihm niemand mehr.

Von diesem Befund konnte der Bürgermeister noch nichts wissen, als er sich am 22.01.2021 hinter die Rektorin stellte, denn Freifam berichtete erst danach davon. Der Befund zeigt, dass sich der Bürgermeister falsch verhalten hat und dadurch das Problem des Kindes verstärkte, nämlich dass ihm niemand mehr glaubt. Herr Pöhlmann glaubte offensichtlich lieber der Rektorin, als der Berichterstattung von Freifam. Im Gegensatz zum Bürgermeister war der psychologische Befund der Freifam-Redaktion von Anfang an bekannt, wie auch die Tagebucheinträge des Kindes.

Herr Pöhlmann scheint persönliche Kontakte über Fakten zu stellen. Im vorliegenden Fall tut er dies zum Nachteil eines Hilfe suchenden, von der Mutter geschlagenen Kindes.

Einem Kind werden seine Rechte nicht erst dann genommen, wenn es grün und blau geschlagen wurde, oder verhungert und stirbt. Einem Kind werden seine Rechte schon dann genommen, wenn
man ihm nicht zuhört. Wer Kindern so wie die Schulleiterin und der Bürgermeister in Helbrechts nicht zuhört, der verweigert Kindern ihr Recht auf Schutz.

Der Bürgermeister Stefan Pöhlmann hat dem Kind nicht zugehört und hat sich stattdessen öffentlich, parteiisch und in blindem Vertrauen auf die Seite der Erwachsenen gestellt, die die Gewalt gegen das Kind begangen oder nicht verhindert haben. Herr Pöhlmann hätte auch neutral und objektiv handeln und sagen können: “Wir warten ab, was die Ermittlungen des Jugendamts und Familiengerichts bringen, dann schaue ich mir den Fall genauer an. Wir werden versuchen, behutsam mit dem Kind zu reden. Für uns stehen der Schutz von Kindern und deren Rechte an erster Stelle!”

Hätte sich Herr Pöhlmann auf diese vernünftige Weise positioniert, dann hätte man den Eindruck gehabt, in Helmbrechts werden die Sorgen von Kindern ernst genommen, die von ihrer Mutter geschlagen werden. Stattdessen hat er jedoch den Ruf der Grundschule und deren Rektorin geschützt und nicht die Gesundheit des Kindes.

Dadurch hat der Bürgermeister eine soziale Kindesmisshandlung begangen, die betroffene Kinder hilflos gewalttätigen Müttern ausliefert. Kinder in Helmbrechts müssen nach dem Statement des Bürgermeisters auf Facebook befürchten, dass Bedienstete der Staat Helmbrechts ihnen nicht zuhören werden, wenn sie sich hilfesuchend an sie wenden. Betroffene Kinder müssen davon ausgehen, dass sich der Bürgermeister hinter die gefährlichen oder untätigen Erwachsenen stellt und nicht hinter das Schutz suchende Kind.

 

Bildnachweis: Screenshot von https://stefan-poehlmann.de/

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